Die Feuerbestattung – Der moderne
und würdevolle Abschied!
1.
Geschichte der Feuerbestattung
2.
Die Feuerbestattung in verschiedenen Religionen
3.
Die Feuerbestattung in verschiedenen Kulturen
4.
Einrichtungen für die Feuerbestattung - Krematorien
5. Der Vorgang der
Kremation
6. Die
Feuerbestattung unter umweltlichen Aspekten
7. Vorsorge zu
Lebzeiten
8. Zeitlicher
Ablauf
9.
Erfahrungsbericht
Geschichte der Feuerbestattung:
Heute wird angenommen, dass die Feuerbestattung älter
als die „traditionelle“ Erdbestattung ist. So sind
sich Gelehrte einig, dass es bereits 3000 vor Christus
diese Art der Bestattung gab. In vielen alten Kulturen
wurde die Feuerbestattung durchgeführt, um der Seele
des Verstorbenen den Weg ins Totenreich freizumachen.
So wurden zum Beispiel Überreste von dekorierten
Steinurnen im Norden Europas gefunden, die bereits auf
die letzte Epoche der Steinzeit zurückdatiert werden
konnten. 500 vor Christus war die Verbrennung der
Toten in Europa die populärste Bestattungsart. Dies
ging soweit, dass man mittels Gesetz das Einäschern
der Toten innerhalb der Städte untersagen musste. In
der Zeit um Christi Geburt bis ca. 400 nach Christus
wurden die mit kunstvollen Ornamenten versehenen Urnen
nicht selten in bis zu hausgroßen Kolumbarien
(Urnenwände) beigesetzt.
Im Verlauf der Geschichte wurde die Feuerbestattung
dann durch die „christliche“ Erdbestattung gänzlich
ersetzt, da die Einäscherung lange Zeit als
heidnischer Brauch galt. Ausnahmen gab es nur während
schwerer Krankheiten, bei der Pest und der Cholera
sowie während Kriegen wie zum Beispiel dem 30jährigen
Krieg.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde im deutschen Raum
der Feuerbestattung wieder mehr Bedeutung beigemessen.
Im Jahre 1934 wurde dann per Gesetz die
Feuerbestattung in Deutschland mit der Erdbestattung
gleichgesetzt. 1963 wurde dies dann auch von der
katholischen Kirche offiziell akzeptiert.
Heute wird die Kremation des Verstorbenen in den
städtischen Regionen Deutschlands bereits öfter
durchgeführt, als die Erdbestattung. Die Gründe
hierfür sind ästhetische und hygienische Überlegungen,
sowie die höheren Kosten für eine Erdgrabstelle. Auch
die Grabpflege ist für viele Hinterbliebenen ein Grund
sich für die Feuerbestattung zu entscheiden, da diese
in den Folgekosten gegenüber der Erdbestattung
erheblich niedriger sind.
Die Feuerbestattung in verschiedenen Religionen:
Christentum:
Im Christentum waren zunächst Erdbestattungen die
übliche Form der Beisetzung, da dies die günstigste
Form der Bestattung war und die ersten Christen zur
ärmeren Bevölkerung gehörten. Dies setzte sich dann
durch die Christianisierung des Kaiserreichs in Europa
auch mehr und mehr durch. Karl der Große setzte im
Edikt von Paderborn im Jahre 785 das einäschern von
Toten sogar unter Todesstrafe.
Erst im 16. und 17 Jahrhundert und mit Beginn der
Aufklärung wurde die „heidnische“ Bestattungsart der
Kremation wieder eingeführt. Es sollte jedoch noch
einige Zeit dauern, bis die Kirche sich mit der
Feuerbestattung arrangierte. So verbot die katholische
Kirche noch 1886 die Verbrennung von Verstorbenen und
verschärfte diese Bestimmungen 1892 sogar.
Nichts desto trotz entstanden bereits ab 1876 die
ersten Krematorien in Mailand und Nordamerika. Das
erste Krematorium in Deutschland wurde 1878 in Gotha
errichtet. Erst 1963 hat die katholische Kirche die
Einäscherung von Verstorbenen akzeptiert.
Islam:
Im Islam ist die Kremation untersagt. Als Grund dafür
gilt, dass der „Verbrannte“ dann nicht mehr
auferstehen könnte. Die Beerdigung eines Verstorbenen
islamischen Glaubens ist streng geregelt. Im
islamischen Glauben hat nur Gott allein die Macht mit
Feuer zu richten. Feuer hat im Sterbefall die
Symbolik, von den Sünden des Lebens rein gewaschen zu
werden. Das Verbrennen eines Verstorbenen wird als
zweiter Tod angesehen. Da diese Verbrennung ohne
Gottes Willen stattfindet zählt dieses im Islam als
„Mord“.
Judentum:
Im Judentum ist die Feuerbestattung ebenso wie im
Islam streng untersagt und gilt als schweres Vergehen.
Dennoch gibt es in liberalen Kreisen vereinzelt die
Kremation. Früher wurden beispielsweise auf dem
Berliner Friedhof der jüdischen Gemeinde die Urnen
zusätzlich in Särge gebettet um sie dann
„traditionell“ zu bestatten. Seit etwa 1925 gibt es
dort auch einige kleine speziell angelegte
Urnengräber.
Buddhismus:
Im Buddhismus ist die Feuerbestattung die einzige
anerkannte Bestattungsmethode. Sie symbolisiert die
Befreiung der Seele, die sich vom vergänglichen Körper
löst. Dieses ist im Zuge des Glaubens an eine ständige
Wiedergeburt von äußerster Wichtigkeit. Ebenso wie im
Christentum gibt es auch im Buddhismus verschiedene
Untergruppen, die wiederum verschiedene Zeremonien und
Rituale bei der Bestattung aufweisen. Es seien hier
nur die drei größten Ritualsunterschiede ein wenig
erläutert. Im Theravada-Buddhismus werden vor Allem
ein Bestattungslied gesungen und Gebetsgeschichten
über Buddha (Mangala Suttam und Metta Suttam)zitiert.
Des Weiteren wird oftmals die Paritta, ein so
genanntes Zufluchtsgebet, verlesen.
Im Tibetischen Buddhismus wird die Tsa Tsur
Reinigungszeremonie durchgeführt und das Herz-Sutra
verlesen. Auch hier gibt es ein Zufluchtsgebet in
erweiterter Form, das sich Zuflucht und die vier
unermesslichen Gedanken nennt.
Im Zen Buddhismus wird ebenfalls das Herz-Sutra
verlesen. Außerdem werden die so genannten Blumenverse
und das Maries-Gebet verlesen.
Hinduismus:
Auch die Hindi glauben, ähnlich wie die Buddhisten, an
die Reinkarnation (Wiedergeburt). Im Hinduismus glaubt
man, dass der Mensch sowohl als Tier als auch als
Mensch wiedergeboren werden kann.
Im Hinduismus sind Bestattungsfeiern keine
Trauerfeiern, sondern Freudenfeste. Auf diesen wird
die Befreiung der Seele vom Körper gefeiert.
Der Verstorbene wird in einen Bambussarg, welcher mit
Schmuck, der ebenfalls aus Bambus besteht, versehen
ist, von seinem Haus unter viel Lärm und mit vielen
kleinen Umwegen zu Friedhof gebracht. Dieses soll
verhindern, dass die Seele des Toten den Weg zurück
findet.
Der Tote wird gewaschen und dann mit neuen Kleidern
eingekleidet. Danach wird der Verstorbene aufgebahrt,
damit sich die Hinterbliebenen von ihm verabschieden
können.
Dann wird der Verstorbene dem Feuer übergeben. Je nach
Ausrichtung des Hinduismus (auch hier gibt es
verschiedene Unterformen) wird die Asche des
Verstorbenen dann im Meer oder in einem nahe gelegenen
Fluss verstreut.
Die
Feuerbestattung in verschiedenen Kulturen:
Die Wikinger:
Die Wikinger waren ein Volk, das an viele Götter
glaubte. Die wichtigsten waren Odin – Dieser war der
Hauptgott in der nordisch-germanischen Mythologie,
Thor – Gott des Donners und des Wetters und in
weiterer Funktion Beschützer von Midgard (die Welt der
Menschen) und Freyr – der Fruchtbarkeitsgott.
Dem Glauben der Wikinger nach lebten die Toten im
Jenseits genauso weiter wie auf der Erde, aber im
Beisein der Götter. Die meisten Wikinger wurden in so
genannten Grabschiffen beigesetzt. In diesen
Grabschiffen wurde alles beigelegt, was dem Toten im
Jenseits nützlich sein könnte. Meist betraf dies das
gesamte Hab und Gut und nicht selten auch Haustiere
wie Pferd und Hund oder auch die Diener und die Frau.
Die Grabschiffe wurden entweder landeinwärts getragen
und dann unter Grabhügeln beerdigt oder es wurde auf
dem offenen Meer eine Feuerbestattung durchgeführt.
Bei dieser wurde das Grabschiff angezündet und dann
ins offene Meer entsendet. Der Tod wurde bei den
Wikingern nicht als Ende sondern als Reise zu den
Göttern angesehen.
Die antiken
Griechen:
Für die Bewohner des antiken Griechenlands war das
höchste Gut die Jugend und die Schönheit. Das Alter
und der Tod wurde in vielen Regionen als „abscheulich“
betrachtet. Nichts desto trotz war die Jugend
verpflichtet, ältere Menschen zu achten und Sie bis
zum Tod zu unterstützen.
Im griechischen Glauben wurden die Toten zu Heroen und
galten damit als „Unsterblich“. Diese Unsterblichen
haben durch ihren Tod ewige Jugend erhalten. Auch
wurde im antiken Griechenland das erste Mal der
Begriff Seele definiert. Die Seele galt als körper-
und schwereloses, aber dennoch leidensfähiges Ebenbild
des Menschen, welches sich nach dem Tod auf den Weg
ins Hades – Das Reich der Toten, zu machen.
In der griechischen Mythologie stellte man sich dieses
Reich der Toten als düstere und absolut freudlose,
ewige Gegenwart vor, woraus die große Angst und die
Abscheu dem Tod gegenüber hervorging. Trotzdem war die
Beisetzung des Verstorbenen die höchste Pflicht der
Hinterbliebenen. Eine Nichtachtung dessen hätte als
schwere Sünden gegenüber dem Toten und Gott gegolten.
Da man sich vorstellte, dass das Totenreich von einem
Fluss (Acheron) umgeben sei, den man nur mit Hilfe des
Fährmannes Charon und seines dreiköpfigen Höllenhundes
Kerberos (auch Zerberus genannt und als Torwächter zur
Unterwelt bekannt) überqueren konnte, ging man später
dazu über, den Toten eine Münze als Obolus für den
Fährmann in den Mund zu legen.
Die Beisetzung der Toten fand grundsätzlich im
Morgengrauen statt, um mit dem Anblick des Toten die
Götter nicht zu beleidigen. Der Tote wurde mit einem
manchmal recht prunkvollen Leichenwagen außerhalb der
Stadt zum Friedhof gefahren, wo er dann entweder
begraben oder mit seinen Grabbeigaben auf dem
Scheiterhaufen verbrannt wurde.
Die Kelten:
Da aus der Zeit der Kelten keine schriftlichen
Überlieferungen existieren ist auch wenig über die
Bestattungsrituale bekannt. Durch Ausgrabungen konnte
man jedoch belegen, dass die keltischen Gräber oftmals
mit Grabbeigaben in Form von Schmuck und Waffen
ausgestattet waren. Die Kelten galten als sehr
kriegerisches Volk und lebten in verschiedenen
Stämmen.
Vermutlich als eine Art Ritualsleiter fungierte bei
den Kelten der Druide, der als Priester, Arzt und
Anwalt galt. Die Kelten wurden meist in so genannten
Hügelgräbern beigesetzt, wobei jeder Dritte Tote
offenbar durch eine Feuerbestattung beigesetzt wurde.
Diese fand, belegt durch Ausgrabungen, in offenen
Feuermulden, also flachen offenen Feuerstellen, die
sich nahe bei den Hügelgräbern befand statt.
Die
Indianer:
Die Indianer, vor der Entdeckung Amerikas durch
Columbus, lebten in vielen verschiedenen Stämmen mit
ebenso vielen verschiedenen Bräuchen, Ritualen und
Glaubensrichtungen. In den meisten Stämmen gab es den
Glauben an ein Jenseits. Das Sterben eines
Stammesmitgliedes galt als Übergang dort hin, wobei
dieser Übergang als gefährlich und beschwerlich galt.
Die Seele eines Verstorbenen, die diesen Pfad nicht
meisterte (Ausschlaggebend hierfür war das Leben im
Diesseits) galt als unwiederbringlich verloren.
So dienten die verschiedenen Bestattungsrituale dazu,
den Übergang vom Leben in den Tod so problemlos wie
möglich zu gestalten. Begleitet wurden die
Sterbezeremonien oftmals durch gebetsähnliche Gesänge
und unter Benutzung von natürlichen, ätherischen
Kräutern. Als Grabbeilage galten oft die Waffen des
Verstorbenen, sowie verschiedene Tier- und
Pflanzenteile, wie zum Beispiel Tierzähne, Feder und
Äste bestimmter Pflanzen.
Bei den Indianern gab es viele verschiedene
Bestattungsarten, wie Hügelgräber, die Erdbestattung,
die Einbalsamierung, das Bestatten über der Erde auf
Bäumen oder Holzgerüsten und auch die Feuerbestattung.
Letztere wurde vermutlich oftmals mit der Bestattung
auf Holzgerüsten kombiniert.
Einrichtungen für die Feuerbestattung - Krematorien:
Die meisten Krematorien (lat. cremare = verbrennen)
verfügen über ein recht modernes Ambiente. Für einen
würdevollen und angemessenen Abschied vom Verstorbenen
werden Räumlichkeiten in Form von hellen
Empfangshallen und stillen Trauerräumen zur Verfügung
gestellt.
Der Service dieser Einrichtungen ist sehr umfangreich
und reicht je nach Krematorium von der Organisierung
der Trauerfeier über die Erledigung sämtlicher
Formalitäten, die Vermittlung von
Überführungsdiensten, die gesamte Ausgestaltung bis
hin zum Bereitstellen von qualifizierten, engagierten
und einfühlsamen Mitarbeitern.
Der Vorgang der
Kremation:
Die Verbrennung des Verstorbenen läuft in einem hoch
technisierten und gesetzlich vorgeschrieben Rahmen ab.
Die modernen „Muffelöfen“ regeln den
Verbrennungsvorgang computergesteuert und automatisch.
Eine vollständige Verbrennung wird beim optimalen
Verhältnis von Sauerstoffzufuhr und Heiztemperatur
erreicht.
Beim eigentlichen Verbrennungsvorgang wird der Körper
des Verstorbenen nicht von den Flammen berührt. Dem
Körper des Verstorbenen wird durch die Hitze das
Wasser entzogen bis die Selbstentzündungstemperatur
erreicht ist. Die Asche des umgebenden Sarges ist
leichter als die des Verstorbenen und wird beim
Verbrennungsvorgang automatisch abgeschieden.
Eventuelle nicht brennbare Teile, wie zum Beispiel
künstliche Gelenke oder anderweitige Prothesen werden
vor der Befüllung der Urne entfernt. Um zu
gewährleisten, dass bei der Kremation keine
Verwechslungen entstehen, wird ein kleiner
Schamottstein (dieser verbrennt nicht) mit den Daten
des Verstorbenen bei jedem Verbrennungsvorgang
hinzugefügt. Dieser wird dann auch der Urne
beigegeben, sodass die Identität des Verstorbenen
selbst nach Jahren noch einwandfrei festgestellt
werden kann.
Die
Feuerbestattung unter umweltlichen Aspekten:
Die Feuerbestattung ist auch unter ökologischen
Aspekten durchaus vorteilhaft zu beurteilen. Neben der
Tatsache, dass ein Urnengrab weniger Platz benötigt
als eine Erdgrabstätte, kommen direkte umweltliche
Vorteile zum Tragen. So werden bei der Kremation
Schadstoffe, die sich im Körper des Verstorbenen
befinden einfach neutralisiert. Dazu gehören auch
etwaige Rückstände pharmazeutischer Produkte. In einem
Nachbrennungsverfahren werden die freigewordenen Gase
ebenfalls neutralisiert. Dadurch stößt ein modernes
Krematorium weder Rauch noch Geruch aus. Der
Verbrennungsvorgang im Krematorium ist ebenso wie die
Herstellung der Särge in Deutschland unter
umweltlichen Aspekten gesetzlich geregelt.
Vorsorge zu
Lebzeiten:
Da der Tod meist ein unvorhergesehenes und plötzliches
Ereignis ist, ist durchaus anzuraten, sich bereits zu
Lebzeiten mit eventuellen Bestattungs- und
Finanzierungsmöglichkeiten vertraut zu machen.
Eine sinnvolle und sogar ratsame Vorkehrung ist das
Erstellen einer letztwilligen Verfügung (Testament)
oder eines Vorsorgevertrages. In diesen kann man vorab
regeln, welche Art der Bestattung vorgenommen bzw. wie
die Beisetzung durchgeführt werden soll. Der
Vorsorgevertrag wird meist in Zusammenarbeit mit dem
Bestattungsinstitut der Wahl abgeschlossen.
Um die Hinterbliebenen nicht mit den Kosten für die
Beisetzung allein zu lassen empfiehlt sich der
Abschluss einer Vorsorgeversicherung.
Zeitlicher
Ablauf:
Es ist in Deutschland gesetzlich geregelt, dass die
Einäscherung frühestens 48 Stunden nach dem Ableben
des Verstorbenen stattfinden darf. In der Regel
passiert dies innerhalb von 5 Tagen nach Einlieferung
in das Krematorium. Wann eine eventuelle Trauerfeier
stattfindet, ist im Normalfall den Hinterbliebenen
überlassen. Es besteht die Möglichkeit eine
Trauerfeier sowohl vor der Einäscherung am Sarg, als
auch eine feierliche Beisetzung der Urne
durchzuführen.
Erfahrungsbericht:
Als mein Großvater mit der Diagnose Oberschenkelbruch
nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert wurde,
dachten wir noch, dass das schon wieder werden würde.
Er wurde dann einige Tage später in eine
Pflegeeinrichtung verlegt, was Grund zur Hoffnung auf
vollständige Genesung gab. Leider kam es dann
innerhalb von 2 Tagen zu Komplikationen an denen er
dann eine Woche später verstarb.
In seinem Testament hatte er verfügt, dass er
eingeäschert werden möchte. In den ersten Tagen nach
seinem Tod sahen wir uns einer Übermacht an
eventuellen Formalitäten wie Nachlassangelegenheiten,
Kontenklärungen und ähnlichem gegenüber.
Hinzu kamen die gesamten bürokratischen Formalien, die
durch die Bestattung und die Trauerfeier, wie zum
Beispiel die Überführung (die Pflegeeinrichtung war in
Potsdam und er sollte in Berlin beigesetzt werden),
Beurkundungen, die Todesanzeige in der Zeitung oder
auch das Besorgen der Blumen für die Trauerfeier.
Die zuletzt genannten Dinge wurden uns in einer völlig
unspektakulären aber professionellen Art und Weise von
unserem Bestattungsinstitut abgenommen.
So hatte ich bei einer wirklich würdevollen und
schönen Trauerfeier vor der Einäscherung die
Möglichkeit, mich von meinem Großvater zu
verabschieden. In dem kleinen und freundlich - hellen
Kirchenraum war vor dem Altar mein Großvater
aufgebahrt. Es war alles sehr schön mit Blumen und
Kerzen ausgeschmückt. Mein Vater hatte eine
ergreifende Rede vorbereitet, in der er aus dem Leben
meines Großvaters erzählte. Nach einer Schweigeminute
wurde dann mein Großvater zur Einäscherung in das
Krematorium überführt. Wir dürften dem
Überführungswagen zur letzte Fahrt unseres Großvaters
folgen. Es war eine stilvolle und angebrachte
Atmosphäre in der er dann im engsten Kreis der Familie
dem Feuer übergeben wurde.
Auch die feierliche Beisetzung der Urne, die wenige
Stunden später stattfand, war mit passender Musik und
einem wirklich schönen Blumenambiente sowie einigen
Bildern meines Großvaters untermalt. Nachdem der
Pastor eine kurze Trauerrede gehalten hatte, wurde die
Urne in das Grab eingelassen. Dann durfte jeder von
uns einzeln vortreten um aus einem, bereitgestelltem
Korb mit Blumen und Tannenzweigen die Urne zu
bedecken. Dies war für mich einer der ergreifendsten
Augenblicke.
Ich möchte mich auf diesem Wege noch mal herzlichst
bei den Mitarbeitern des Bestattungsinstitutes für
Ihre Unterstützung, ihr Mitgefühl und ihre
hervorragende Zusammenarbeit bedanken.
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