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St. Matthias Friedhof

Der St. Matthias Friedhof im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist katholischen Ursprungs und wurde 1892 angelegt. Die Errichtung des Friedhofs gestaltete sich zuerst nicht einfach, da das Gelände große Höhenunterschiede aufwies. Dieses Problem konnte jedoch mithilfe der ausgehobenen Erde für den Teltowkanal beseitigt werden.

1920 erfolgte noch einmal eine erhebliche Vergrößerung des Friedhofs, sodass er in seiner Gesamtfläche heute circa um die 10 Hektar einnimmt. Eine Besonderheit sind einige bemerkenswerte Grabstätten, die den Kreuzweg Jesu Christi darstellen und nach Ablauf der Ruhefrist immer weiter vermietet werden, sodass Platz gespart und das Risiko des Verfalls gleichzeitig geringer gehalten wird.

Der St. Matthias Friedhof besitzt auch eine friedhofseigene Kirche, die sogenannte St. Fidelis Kirche. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg durch zwei Bombenangriffe fast vollständig zerstört und im Jahre 1951 in veränderter Form wieder aufgebaut.
Aber um nicht nur die geschichtlichen Aspekte zu betrachten, im Folgenden etwas über die zahlreichen Bestattungsarten, die der St. Matthias Friedhof zu bieten hat.

Ein Fakt, der am besten zuvor erwähnt werden sollte: anonyme Bestattungen sind auf diesem Friedhof nicht möglich, da diese Beisetzungsform nicht im Sinne des katholischen Glaubens steht. Dafür stehen etliche Varianten der Erdbestattung zur Auswahl, z. B. das Wahl- und Reihengrab, die auf den meisten Friedhöfen Standard sind. Zusätzlich gibt es hier aber noch die Option eines Rasenreihengrabes, bei dem für die Angehörigen die zeitaufwändige Pflege entfällt.

Eine spezielle Form des Rasenreihengrabes stellt das Paargrab dar. Hier werden beim Kauf des Grabes gleich zwei Grabplätze reserviert, sodass auch sichergestellt wird, dass ein Paar später nebeneinander liegen kann.
Als Alternative zur Erdbestattung bietet der St. Matthias Friedhof auch die Feuerbestattung an.

Auch hier kann man sich zwischen Urnenwahl- und Urnenreihengrab entscheiden sowie zwischen Urnengemeinschaftsanlage und Urnenkreis. Bei der Urnengemeinschaftsanlage werden auf einem großen Grabstein oder einem Denkmal die Namen der Verstorbenen und ihre Lebensdaten festgehalten, sodass auch hier niemand ganz anonym bleiben muss.

Der Urnenkreis ist eine ganz besondere Form der Feuerbestattung, die der St. Matthias Friedhof anbietet. Sie ähnelt in groben Zügen einer Waldbestattung. Hierbei ordnet man die Urnen kreisförmig um die auf dem Friedhof befindlichen Bäume an, die sich meist ruhig und etwas abgelegen im hinteren Teil des Friedhofs befinden. Die Namen der Verstorbenen werden gemäß des naturnahen Charakters auf einer Holzstele verzeichnet.

Ein besonders bedrückender Schicksalsschlag, der aber leider trotzdem immer wieder vorkommt, ist der Tod eines geliebten Kindes. Für Kinder und Totgeburten ist eine extra Kinderbegräbnisstätte angelegt, an der Eltern angemessen um ihren viel zu früh aus dem Leben gerissenen Nachwuchs trauern können.

Alles in allem bietet der St. Matthias Friedhof also eine große und vielfältige Auswahl an Bestattungsarten, sodass jeder Angehörige auf seine Art und Weise seine Trauer bewältigen kann. Wer nicht genug Zeit und Geld für eine intensive Pflege des Grabes hat oder auch weiter weg wohnt, kann diese durch den Friedhofsgärtner vornehmen lassen, der Ihnen gern zur Verfügung steht.

Adresse:

 Röblingstraße 91
12105 Berlin
Verwaltung: Röblingstraße 91
12105 Berlin
Telefon: 030 7537169
Fax: 030 7535172
Friedhofsverwalterin: Dipl.-Ing. Annegret Habel

Öffnungszeiten:

 Januar: 8:00 - 16:30 Uhr
Februar: 7:15 - 17:00 Uhr
März/April: 7:15 - 20:00 Uhr
Mai/Juni/Juli: 7:15 - 20.00 Uhr
August/September: 7:15 - 20:00 Uhr
Oktober: 7:15 - 20:00 Uhr
November/Dezember: 8:00 - 16:30 Uhr
 

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